Bergtouren in der Pala

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Nach einer langen Anreise bei schlechtem Wetter lassen wir den ersten Tag in der Capanna Passo Valles gemütlich ausklingen. Über Nacht schneit es und die frisch überzuckerten Dolomitengipfel geben einen prächtigen Rahmen für unseren Aufstieg zum Passo di Venegiota und weiter zur Mulaz-Hütte. Durch den Neuschnee ist der Aufstieg beschwerlich und stellenweise auch rutschig. Im Schatten ist es auch empfindlich kalt und so sind alle froh, als wir nachmittags in der Mulaz-Hütte eintreffen. Zwischen Aufwärmtee und Abendessen ist noch Zeit, die wir für die Besteigung des aussichtsreichen Monte Mulaz nutzen.
Die Wolkendecke liegt knapp über 3000 m und gibt einen schönen Rundblick auf die Dolomiten vom Weißhorn bis zur Civetta und den umliegenden Palagipfeln frei.
Am nächsten Tag wandern wir über die Pässe Margherita und Farangole zur Rosetta-Hütte im Herzen der Pala. Am Passo Farangole leisten Stahlseile beim Aufstieg durch den Schnee gute Dienste. Der vierte Tag beginnt mit einem Gipfel. Wir besteigen die Cima Rosetta und wandern anschließend über die Pala-Hochfläche zur Cima die Fradusta. Unterwegs  bieten sich prächtige Ausblicke auf Sass Maor und Cima della Madonna, die aus dem Wolkenmeer aufragen. Auch der Tiefblick von der Cima di Fradusta auf den Rest des Fradustagletschers ist beeindruckend. Abends auf der Treviso-Hütte klagt Nico über Knieschmerzen, es ist vom langen Abstieg stark geschwollen. Deshalb wandern wir am nächsten Tag nicht über den Passo Sedole, sondern gemütlich durch den Wald im Val Pradidali bis zum Talschluß und erst dann steil hinauf zur Pradidali-Hütte. Leider kommen zu Nicos Knieschmerzen noch Magenprobleme hinzu. Wir entscheiden uns daher, am nächsten Tag nach San Martino die Castrozza abzusteigen und fahren nach einem  wohlverdienten Bier und einem Espresso mit dem Taxi zum Passo Valles zurück.

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