Zweiländer- und Mindelheimer Klettersteig

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Die ersten Meter des 2-Länder-Klettersteigs erwiesen sich als unschwierig, aber die Herausforderungen nahmen schnell zu. Zwei Teilnehmer kehrten bald um und nahmen den Normalweg auf den Gipfel. Etwas später kehrte noch ein dritter zusammen mit Jürgen um. Diese beiden haben dann noch den kurzen und einfacheren Erlebnisklettersteig in der Westwand unter dem Gipfel der Kanzelwand gemacht. Die verbliebenen drei Teilnehmer arbeiteten sich unter Führung von Alexander weiter durch den Sportklettersteig, der diese Bezeichnung zu Recht verdient.

 

Nach dem Frühstück auf der Fiderepaßhütte ging es am nächsten Morgen kurz vor 8.30 Uhr los. Der Startpunkt des Mindelheimer Klettersteigs ist für uns auf der Gratschneide unter dem nördlichen Schafalpenkopf. Ca. 1,5h nach dem Start balancieren wir über die kurze gesicherte Brücke, die eine kleine Einkerbung am Grat überwindet. Der mittlere Schafalpenkopf wird im Abstieg über ein senkrechtes Wandstück mit Trittbügeln verlassen. Der südliche Schafalpenkopf wird in seiner voller Breite überklettert. Der letzte Abstieg zum Ende des Klettersteiges war dann noch einmal überraschend rassig, da sehr steil und nur z.T. mit einer Leiter vereinfacht.

 

Bei unserem Aufbruch von der Mindelheimer Hüttezeigte sich gerade die Sonne über dem Horizont und strahlte die umliegenden Berge orangegelb an. Vorbei am Geiflhorn und Haldenwanger Kopf ging es dann Richtung Westen. Der Weg führte durch eine hügelige, grüne Landschaft – ein starker Kontrast zum felsigen Klettersteig des vorigen Tages.  Wir gingen bis zur oberen Widdersteinalpe, wo wir uns mit einer Suppe aufwärmten. Die Rucksäcke konnten wir in der Alpe deponieren und machten uns dann mit leichtem Gepäck auf den Weg. Der Weg führte zunehmend steiler bis zum Wandfuß des Berges. In leichter Kletterei ging es ab hier stetig bergauf im meist gut gestuften Fels. Der Weg führte durch eine steile Schlucht, die auf der rechten Seite durch eine senkrechte Wand begrenzt war. Nach einiger Zeit erreichten wir den Gipfelgrat. Durch den Nebel konnten wir das Gipfelkreuz sehen und wenig später standen wir ganz oben – Aussicht gab es leider keine. Auf dem gleichen Weg stiegen wir wieder hinunter zur Alpe, wo wir uns eine größere Esspause genehmigten. Gestärkt machten wir uns auf zum Gemstelpass, ab dem es dann stetig bergab ging Richtung Kleinwalsertal. Unterwegs machten wir noch Rast an Bernhard's Gemstelalpe, wo es einen guten Apfelstrudel als Nachtisch-Zugabe gab.

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