Im Banne des Mont Blanc (26.08.-01.09.2020)

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Im Banne des Mont Blanc – von Courmayeur ostseitig bis Chamonix um den König der Alpen
Unsere abwechslungsreiche und teils alpine Hüttentour, eigentlich über drei Pässe und durch eine Landschaft mit fantastischem Farb- und Formenreichtum, erlebten wir im Spätsommer 2020.
Tag 1 – ca. 5,5-stündige Fahrt nach Les Houches kurz hinter Chamonix bei herrlichem Wetter
wegen des Sturms per Shuttlebus durch den Mont Blanc Tunnel nach Courmayeur statt der geplanten Fahrt mit drei Seilbahnen über das Mont Blanc-Massiv
ersatzweise Seilbahnfahrt mit der Skyway du Mont Blanc auf die aussichtsreiche Punta Helbronner (3.462m)
danach weiter mit dem Bus ins italienische Val Ferret bis Lavachey (1.642m) und gut 1-stündiger Aufstieg zum Rifugio Bonatti (2.020 m) mit großartigem Blick auf den Mont Blanc
Tag 2 – bei schönem Wetter zunächst auf einem Höhenweg gegenüber den Grandes Jorasses
dann hinunter nach Arnuva (1.769m)
hinauf zum Refuge Elena (2.062m) und weiter zum Grand Col Ferret (2.537m), über den die Grenze zur Schweiz verläuft
hinunter ins Schweizer Val Ferret bis Ferret
Corona-bedingte Übernachtung im Hotel Edelweiss in La Fouly  
unsere Tagesleistung: 790 m im Aufstieg, 1.220 m im Abstieg, 20 km und ca. 7  Std.
Tag 3 – gemütlich durch das ruhige Val Ferret mit seinen kleinen Dörfchen, zunächst noch bei schönem Wetter
hinauf nach Champex (1.466m)
hier während eines Gewitters Kaffee-Einkehr
dann weiter entlang einer Bisse, einem typischen Walliser Wasserkanal, im leichten Regen hinauf zum Relais d’Arpette (1.627 m)
unsere Tagesleistung: 690 m im Abstieg, ca. 420 m im Aufstieg, 19 km und ca. 6 Std.
Tag 4 – geplant war bei geeigneten Verhältnissen die alpine Variante (eine sehr lange Etappe mit teils steilen und anspruchsvolle Passagen, evt. auch Schneefeldern) über das Fenêtre d’Arpette (2.565m) mit eindrucksvollem Blick auf den zerklüfteten Trient-Gletscher und ins Wallis, dann hinunter bis zur Prise de Bisse/Kiosk Chalet du Glacier (1.583m)
wegen des Wintereinbruchs stattdessen mit einem kurzfristig organisierten Shuttlebus Fahrt über Martigny bis Trient und von hier im Regen Aufstieg zum Col de Balme (2.191m) mit dem Refuge du Col de Balme – leider ohne den bei guter Sicht großartigen Ausblick auf den Mont Blanc und seine nahen Trabanten
geplante Tagesleistung: 1.600 Hm und 1.220 m im Abstieg, ca. 14 km und ca. 8,5 – 9 Std.
tatsächlich nur gut 900 Hm Aufstieg im Regen
Tag 5 – nach dem Wintereinbruch über Nacht mit Schnee auch auf dem Col de Balme im leichten Regen teils wie geplant mit der Seilbahn knieschonend und teils zu Fuß
hinunter nach Le Tour (1.453m)
bei der Talstation wegen der Wetterverhältnisse ‚Kriegsrat‘ in einem Café
weiter bis Tré-le-Champ (1,417m) und statt des geplanten versicherten Steigs mit Steighilfen (Leitern, Trittstufen und Geländer, jedoch kein Stahlseil und kein Klettersteigset erforderlich) wieder in zwei Gruppen weiter:
eine Teilgruppe über die gemütlichere und für nicht Schwindelfreie besser geeignete Variante vom Col des Montets und vorbei am Lac Blanc (2.352m), leider ohne die berühmte Aussicht auf das nördliche Mont Blanc-massiv, und hinunter nach Flégère (1.877m - Seilbahnstation)
die andere Gruppe fährt einige Stationen mit der Bahn bis Le Praz de Chamonix und steigt von hier – inzwischen wieder mit mehr Sicht - direkt auf zum Chalet de Flégère
die geplante Tagesetappe mit der Klettersteig-ähnlichen Passage: 960 Hm und 510 m im Abstieg, 10 km und ca. 5 – 5,5 Std.
Tag 6 – zunächst bei recht guter Sicht und interessanten Wolkenspielen über den berühmtesten aller ‚Balkonwege‘ um Chamonix bis Plan Praz (1.999m)
weiter auf den Brévent (2.525m), die Nordflanke vis à vis des Mont Blanc
nach einer Einkehr und leider umhüllt von dichtem Nebel hinunter zum Refuge de Bel Lachat (2.163m)
unsere Tagesleistung: 760 Hm, 510 m im Abstieg, 11 km und ca. 5 – 5,5 Std.
Tag 7 – Beim Aufwachen erleben wir eine großartige Stimmung und genießen die herrliche Aussicht auf den Mont Blanc direkt gegenüber.
Eine Teilgruppe steigt hinunter nach Les Houches (1.008m), wo sich der Kreis der beiden Tourenwochen 2019 und 2020 schließt und die Autos auf uns warten.
1.140 m im Abstieg, 8 km und ca. 3,5 Std.
Die andere Gruppe steigt – zunächst bei bester Sicht und schließlich wieder im dichten Nebel - wieder hinauf zum Brévent und fährt knieschonend mit der Seilbahn hinunter nach Chamonix, wo sich beide Teilgruppen auf der Terrasse eines Cafés an der Place de l’Église treffen und die abwechslungsreiche Wanderwoche vor grandioser Kulisse gemütlich ausklingen lassen.
Bei der Rückfahrt legen wir in Trient noch einen kurzen Stopp ein, weil sich jetzt der Trient-Gletscher in seiner ganzen Pracht zeigt.


Bericht Gisela Metzler – Bilder Teilnehmer

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