Schneeschuhtour rund um Obernberg

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Statt zu den geplanten Touren im Sellrain von der Dortmunder Hütte aus fahren wir freitags zunächst nach Kranzegg im Allgäu. Von hier steigen wir bei leichtem Schneefall durch das ruhende Skigebiet zur Grüntenhütte und kehren dort ein. Nach unserer Aufwärmtour fahren wir weiter über den Fernpass und an Innsbruck vorbei auf der Brenner-Autobahn Richtung Italien und vor dem Brennerpass im letzten westseitigen Seitental nach Obernberg. Wir beziehen unsere Zimmer in unserem Ausweichquartier und lassen uns abends zum ersten Mal mit einem leckeren Menü verwöhnen.
Samstag: Bei relativ gutem Wetter gehen wir vom Parkplatz beim Gasthof Waldesruh im Talschluss bis zu den Obernberger Seen, an diesen entlang und dann zusammen mit vielen Skibergsteigern steiler Richtung Süden, zunächst noch im Wald und dann in schönem freien Gelände. Vom Sattel aus halten wir schon mal Ausschau nach den Dolomitengipfeln und steigen dann die letzten 140 Hm nach Westen und ziemlich steil bis zum Gipfel des Grubenkopf (2337m). Die Aussicht vom Grenzkamm nach Italien in Richtung Stubaier und Ötztaler Alpen ist ganz gut, doch die Dolomiten sind leider in den Wolken versteckt.
Sonntag: Aufgrund der Lawinensituation brechen wir bei schönem Wetter auf zum Fradersteller (2247m). Er liegt weiter östlich im Grenzkamm zwischen Österreich und Südtirol und die beiden möglichen Routen führen nordseitig zum Gipfel. Die Autos können wir heute stehen lassen, denn die Tour beginnt ganz in der Nähe unseres Quartiers in einem engen Tal. Wir erreichen den breiteren Talboden mit der Kofleralm und gehen ein Stück über freies Gelände, bis wir zu dem Steilanstieg durch den Wald abzweigen. Gut, dass der Schnee am Morgen noch sehr fest bis gefroren ist, sodass wir in den steilsten Passagen auch mit den Schneeschuhen noch Halt finden. Oberhalb der Waldgrenze kommt ein starker Wind auf. Je näher wir dem Rücken zum Gipfel kommen, desto stärker werden die Böen. Schließlich streichen wir den Gipfel, kehren um und entscheiden uns für eine direktere Abstiegsroute. Dabei orientieren wir uns anhand der Alpenvereinaktiv-App. Aufgrund des gut erkennbaren  Triebschnees steigen wir den ersten steilen Teil der Flanke einzeln ab. Bis zur Waldgrenze  haben wir im tiefen Schnee viel Spaß. Schließlich wird das Bachbett immer enger und wir müssen uns im steilen Gelände eine andere Route suchen. Endlich kommen wir wieder auf die Aufstiegsroute. Ab hier ist der weitere Abstieg wieder einfacher und wir erreichen bald den breiten Talboden. Jetzt gehen wir noch ein Stück weiter auf der alternativen flacheren und weiteren Route, die eigentlich für den Abstieg vom Gipfel angedacht war, bis wir eine gemütlich Rast in der Sonne einlegen. Dann nehmen wir  gemütlich den Weg zurück zur Kofleralm am Anfang des Talbodens und steigen durch den Wald vollends ab nach Obernberg.
Montag: Der Wetterbericht hat für heute starken Schneefall angekündigt. Wir fahren wie geplant schon mal einen Teil des Heimwegs bis Obsteig und steigen bei Schneefall und schöner Winterstimmung von Arzkasten zum Lehnberghaus, wo wir uns zum Abschluss unserer Tourentage noch mal eine gemütliche Einkehr gönnen. Nach dem Abstieg setzen wir die Heimreise fort. Trotz des vielen Neuschnees kommen wir ganz gut durch und sind am frühen Abend wieder in Leonberg. Trotz des gemischten Wetters blicken zurück auf vier schöne Tourentage.

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