Skihochtouren im Wallis

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Bei strahlendem Sonnenschein steigen wir eine Woche vor Ostern von Arolla über den Pas de Chèvres auf zur Cabane de Dix (2.928m). Weil unsere Eingehtour am nächsten Tag auf La Luette (3.548m) mit großartiger Fast-Rundumsicht so kurz ausfällt, fahren einige aus der 11-köpfigen Gruppe nach dem Gipfelhang noch ein Stück Richtung Lac de Dix ab. Die zweite Tour geht - zunächst bei schönem Wetter und guten Sichtverhältnisse - durch eine beeindruckende Spalten- und Sérac-Zone auf den Vorgipfel des Mont Blanc de Cheilon (3.870m). Während wir die Gipfelschau genießen, zieht es leider rasch zu und beginnt zu schneien. So sind wir bei der zügigen Abfahrt froh, dass wir die Aufstiegsspuren noch sehen. Zurück auf der Hütte haben wir wieder schönes Wetter, sodass wir die Tour am Folgetag auf den Pigne d'Arolla (3.798m) studieren können. Beim Start zu unserer Überschreitung am nächsten Morgen ist es noch ziemlich frisch, doch wir kommen bald in die Sonne und erfreuen uns bester Verhältnisse - bezüglich Wetter wie auch einer guten Spur ohne offene Spalten und Blankeis beim Steilstück vor der Durchquerung der weiten Gletscherfläche bis zum Gipfel mit großartiger Aussicht. Für die Abfahrt zur Cabane de Vignette, die wir rechts liegen lassen, wählen wir dank einer guten Spur diesmal eine der beiden möglichen steilen Abkürzungen und genießen anschließend die weiten Hängen hinunter nach Arolla.
Nach einem Einkehrschwung fahren wir zurück ins Rhônetal und von dort im östlichen Nachbartal nach Zinal (1.678m), wo wir die komfortable Talübernachtung mit Dusche genießen.
Am nächsten Morgen starten wir vom Tourenparkplatz mangels Schnee mit den Skiern am Rucksack vor großartiger Kulisse zunächst flacher und später steiler über den Winterweg in Richtung Roc de la Vache (2.581m). Kurz vor dem Übergang können wir auf ca. 2.400m endlich anschnallen für den weiteren und zum Schluss ziemlich steilen Anstieg zur neuen Cabane Tracuit (3.256m) mit faszinierender Aussichtlage, die wir wegen der herrschenden Windverhältnisse im hellen und sonnengewärmten Gastraum mit Panoramafenstern genießen ebenso wie später das leckere Abendessen und den Sonnenuntergang.
Der Start zu unserem höchsten Gipfelziel, dem Bishorn (4.153m) nach gemütlichem Frühstück bei bestem Wetter und gut akklimatisiert. Allerdings lassen die ungemütlichen Windböen am langen und mäßig steilen Gipfelhang einige am Weitergehen zweifeln, bis sie sich von denen anstecken lassen, die keine Frage haben, bei diesen super Sichtverhältnissen den Gipfel zu erklimmen. Auch am Grat bläst es ordentlich, doch von hier ist der Blick schon frei auf die Mischabel und den Monte Rosa. Für den Gipfel will noch ein kurzes und gut gespurtes Steilstück überwunden werden, bei dem Steigeisen und Pickel zum Einsatz kommen. Belohnt werden wir mit einer faszinierenden Beinahe-Rundumsicht, die lediglich vom imposanten Weißhorn unterbrochen wird. Wegen des ungemütlichen Windes fahren wir rasch ab und freuen uns, dass die Schneeverhältnisse besser sind als beim langen Aufstieg befürchtet.
In der eher zu warmen Hütte lassen wir unseren Gipfeltag gemütlich ausklingen und genießen erneut die großartige Aussicht auf Weißhorn, Obergabelhorn, Zinalrothorn, Dent Blanche und mehr. Die charmante Hüttenwirtin Anne-Lise bekocht uns nochmals sehr lecker.
Am letzten Morgen fahren die einen steil den Gletscher links neben der Hütte ab, während der Rest der Gruppe den Steilhang unter der Hütte mit Steigeisen meistert, bevor die Skier wieder angeschnallt werden für die Abfahrt über schöne Hänge bis unter dem kurzen Gegenanstieg unter dem Roc de la Vache. Bald kommen die Skier wieder an den Rucksack für den langen und trotzdem kurzweiligen Abstieg zurück nach Zinal, wo wir unsere wunderschönen Tourentage in einem netten Lokal am Ortsrand gemeinsam ausklingen lasssen und bereits Lust bekommen auf die nächsten Touren ...

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