Skitour Haute Route

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In der Karwoche waren wir zu acht meistens bei Traumwetter und Lawinenstufe 1 bis 2, also bei super Bedingungen, mit den Tourenskiern unterwegs.

Tag 1: Aufstieg zur Cabane de Valsorey (3.000 m) mit großartigem Blick zum Mont Blanc Massiv.

Tag 2: über die Schlüsselstelle mit bis zu 50 Grad Hangneigung auf das Plateau du Couloir, als Belohnung dank der nordseitigen Lage eine lange und herrliche Pulverabfahrt und ein kurzer Aufstieg zur Cabane de Chanrion (2.400 m).

Tag 3: langer Aufstieg über den Col de la Serpentine und über den Pigne d'Arolla (3.796 m) zur Cabane de Vignettes.

Tag 4: wieder ein längerer Aufstieg über den Glacier du Mont Colonne auf den Col de l'Éveque und wieder eine lange Abfahrt über den Haut Glacier d'Arolla, Aufstieg zur Cabane de Bertol (3.3, die wie auf einem Adlerhorst liegt und eine großartige Aussicht bietet.

Tag 5: Aufstieg zum Tête Blanche leider in dichtem Nebel, ebenso die Abfahrt am Seil über den beeindruckend spaltenreichen Stockij-Gletscher hinunter nach Zermatt.

 

Zu sechst starten wir bei Kaiserwetter und Lawinenstufe 1 bis 2 am Großen St. Bernhard zu unserer fünftägigen Durchquerung des Wallis bis nach Zermatt.
Nach 1600 Hm - das letzte Drittel bei brütender Hitze - erreichen wir die urige Cabane de Valsoray und genießen von hier den großartigen Blick auf das Mont Blanc Massiv und - direkt gegenüber - den Mont Vélan. Außerdem lässt sich von der Hütte auch die Schlüsselstelle der gesamten Haute Route, der ca. 50°-steile Übergang zum Plateau du Couloir, gut einsehen.
Dank bester Bedingungen lässt sich dieser am nächsten Morgen gut meistern, gefolgt von einer sehr langen Abfahrt - dank der Nordhänge mit jede Menge Traumpulver - in Richtung Cabane de Chanrion.
Von hier am dritten Tag weiter zum einzigen (Aussichts-)Gipfel der Tour, dem Pigne d'Arolla, wegen zu wenig Schnee leider nicht über die kürzeste Route durch einen Gletscherbruch und den Glacier du Brenay, sondern im riesengroßen Bogen - und wegen eines Gegenanstiegs insgesamt 1700 Hm - über den Glacier de Serpentine. Dafür haben wir schon vom Col Serpentine eine gute Sicht auf das Matterhorn und andere prominente Walliser 4000er. Nach der Gipfelschau dann vom Sattel die teils sehr steile Abfahrt über gefrorenen Firn und diesmal vereisten und deshalb sehr kniffligen Gegenanstieg zur modernen Cabane de Vignette. Vor der Hütte bekommen wir Verstärkung von einem weiteren Pärchen.
Weiter geht es also am nächsten Morgen zu acht über die weitläufige Gletscherfläche zum Col de l'Èveque. Von hier folgt wieder eine schöne Abfahrt. In der wärmenden Sonne gönnen wir uns eine gemütliche Pause, bevor wir - über eine sehr ausgesetzte kurze Passage - weitere 900 Hm zur spektakulär gelegenen Cabane de Bertol aufsteigen, zuletzt über lange Leitern. Belohnt werden wir für den schweißtreibenden Aufstieg mit einem grandiosen Blick auf das Dach des Matterhorns aus Richtung Nordwest.
Am fünften und letzten Tag starten wir bei anhaltendem Kaiserwetter Richtung Tête Blanche, doch rasch ziehen Wolken auf und es macht zu. So folgen wir ohne Sicht den vorhandenen Spuren bis zum Sattel. Auf die letzten Höhenmeter zum Gipfel verzichten wir und beschließen, für die Abfahrt über den langen Stockji-Gletscher Richtung Zermatt ans Seil zu gehen, zumal wir die riesigen Spalten von einer Sommertour kennen. Die Fahrt im dicken Nebel durch diese Spaltenzone gestaltet sich sehr spannend, bis nach einem Verhauer und einem kleinen Gegenanstieg die Sicht und damit auch die Orientierung schließlich wieder besser wird. Das Matterhorn, das wir an seiner Nordseite passieren, bleibt aber leider weitestgehend in Wolken gehüllt. Schließlich erreichen wir Zmutt oberhalb von Zermatt und fahren von hier über die eisige Skipiste hinunter nach Zermatt und holen - dankbar und begeistert von unserer wunderschönen Tour - die Autos am Großen St. Bernhard Pass ab.
Die ersten Etappen von Argentière im Mont Blanc Massiv bis zum Großen St. Bernhard planen wir im Frühjahr 2018.

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