Tour Monte Rosa (2.) Südseitige Panoramatour von Saas Fee nach Zermatt

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Mit Gisela Metzler und Suse Ott auf Tour Monte Rosa – nach den Etappen in der Schweiz im Vorjahr jetzt der Teil 2 auf der italienischen Seite.

Am 31.8. fahren wir zu dreizehnt nach Saas Grund und starten – aufgrund der ungünstigen Wetterentwicklung und einer kurzfristig gebuchten Übernachtung noch in der Schweiz – erst am nächsten Tag zum zweiten Teil der Umrundung des Monte Rosa-Massivs.
Vom Mattmark-Stausee aus steigen wir am 2. Tag zum Monto Moro Pass (2.853m) auf, wegen der Wolken leider mit wenig Sicht auf die Viertausender um uns herum. Ein Teil der 13-köpfigen Gruppe nimmt  für die 1500 m runter nach Macugnaga die Seilbahn.
Am 3. Tag führt die mit 20 km längste Etappe auf einer beeindruckenden alten Militärstraße über den Passo del Turlo (2.738m) und zum eigentlich gebuchten Rifugio Pastore (1.575m). Wegen der Umplanung geht’s jedoch noch weiter bis Alagna /1.154m, wobei einige ein gutes Stück des zusätzlichen Weges mit einem Kleinbus fahren können.
Am 4. Tag geht’s – zunächst bei schönem Wetter und guter Sicht - wieder zum Rif. Pastore zurück und von dort die alpinere Variante teils sehr steil, ausgesetzt und auch mal mit dem Einsatz der Hände hoch auf den Grat oberhalb des Skigebiets von Alagna. Wir werden mit einer schönen Aussicht in Richtung Poebene belohnt und sehen nordwärts zwischen den Wolken auch ein bisschen in die Gletscherwelt des Monte Rosa. Den Col d’Olen lassen wir links liegen und nutzen vom Passo dei Salati  (knapp 3.000m) die Seilbahnen runter nach Staffal (1.814m). Für einige geht’s von dort zu Fuß hoch nach Sitten (2.300m) zur dritten Übernachtung. Von hier oben zeigen sich unter der Wolkendecke immerhin die unteren Gletscher in Richtung Signalkuppe.
Am 5. Tag gehen die meisten zur Erholung auf der klassischen Tour-Monte-Rosa-Etappe gemütlich weiter nach Resy (2.072m), während drei von uns ein Stück Richtung Rifugio Quintino Sella (3.580m) aufsteigen. Die dort geplante Übernachtung fiel der wetterbedingten Umplanung zum Opfer. Leider haben wir heute wieder wenig Sicht, sodass wir auch bald umkehren und zum urigen Quartier in Resy absteigen.
Am 6. Tag geht‘s bei herrlichem Wetter und bester Sicht zunächst hinunter ins Valle de Verra mit freiem Blick hinauf zu Schwarzhorn, Pollux und Castor und dann stetig aufwärts, durchs schöne Valle di Tzere und bis zum Col Nord de Cimes Bianches (2.811m). Die Belohnung nach dem letzten langen Steilaufschwung: Freie Sicht auf den Gran Paradiso im Süden und im Norden zum Greifen nah das Matterhorn mit seiner Südflanke. Nach einer langen Pause steigen wir durch eine Mondlandschaft mit viel Schutt hinunter zur Seilbahnstation, von wo wir zum Rifugio Testa Grigia, unserem letzten Quartier, hinaufschweben. Von dort oben genießen wir eine atemberaubende Aussicht auf eine große Zahl an Walliser 4000ern, und im Westen beeindruckt das Mont Blanc-Massiv.
Am letzten Tag  starten wir früh morgens und steigen entlang der Skipiste des Sommerskigebiets über den Gletscher gut 300 m auf zum Klein Matterhorn, wo uns die beiden gebuchten Bergführer erwarten. Mit ihnen geht es für den Großteil der Gruppe nach dem Anpassen der Steigeisen weiter aufs Breithorn (4.164m). Bald sind die weiteren 350 Hm in dünner Luft gemeistert, und alle 4000er-Aspiranten stehen auf dem Gipfel und genießen die großartige Rundschau und den Blick auf die vielen noch höheren Gipfel, die aus dem Wolkenmeer herausragen.
Nach dem Abstieg schweben alle zügig hinunter nach Zermatt, und nach einer verdienten Pause mit Matterhorn-Blick fahren wir mit der Bahn weiter nach Täsch, wo uns die beiden Fahrer entgegenkommen. Sie haben inzwischen in Saas Grund die beiden Autos geholt, und bringen uns wieder gut zurück nach Leonberg. Hinter uns liegen ca. 64 km Wegstrecke sowie ca. 6.600  Aufstiegsmeter.

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